Im Januar 2002 gründete der Heimatverein Schleswigsche Geest die Arbeitsgemeinschaft Heide- und Moorkolonisation mit dem Ziel, das Wissen um das umfangreiche Werk der Heide- und Moorkolonisation zu erhalten und zu erweitern.
In den Jahren 1761 bis 1765 fand unter dem damaligen Landesherrn König Friedrich V. von Dänemark die Kolonisation von dünn besiedelten Heide- und Moorregionen auf der Schleswigschen Geest statt. Die angesiedelten Kolonisten stammten aus Schwaben, Hessen und der Pfalz.
Mit der Aussicht auf ein eigenes Stück Land, ein eigenes Haus und der zugesagten Hilfe vom dänischen Staat traten sie die beschwerliche Reise mit Planwagen und Karren in den Norden an. Im April 1761 trafen die ersten Trecks nach einer siebenwöchigen Reise in Schleswig ein.Insgesamt waren es im ersten Jahr etwa eintausend und bis 1764 viertausend Kolonisten, die auf der Schleswigschen Geest eine neue Heimat suchten.
Die Kolonisten wurden in 48 Kolonien angesiedelt, die in den damaligen Ämtern Gottorf, Tondern und Flensburg gegründet wurden. Diese Kolonien, u. a. Friedrichsau und Friedrichsfeld sind heute noch fast vollständig erhalten.
Nicht alle Kolonisten verblieben in den ihnen zugewiesenen Kolonien. Viele Menschen gaben infolge der schwierigen Ansiedelungsbedingungen recht bald auf und flohen zurück in ihre Heimat oder auch nach Rußland.
Den verbliebenen Kolonisten, die unter unsäglichen Mühen die Schleswigsche Geest urbar machten und deren Nachfolger noch heute im Lande leben, ist ein Gedenkstein in Friedrichsfeld gesetzt worden.
Dieser Gedenkstein soll nicht nur an die Urbarmachung der Moore und Heiden erinnern, sondern auch die jetzige Bevölkerung auf die Geschichte ihres Landes hinweisen.
Besonders Gästen, Besuchern und Nachkommen der Kolonisten aus anderen Bundesländern und dem Ausland, die in den letzten Jahren häufig unsere Region auf der Suche nach Vorfahren und Verwandten aufsuchten, soll dieser Stein Zeichen und Hilfe sein.
Die Arbeitsgemeinschaft Heide- und Moorkolonisation im Heimatverein Schleswigsche Geest
hat sich die Realisierung dieses einmaligen Vorhabens zur Aufgabe gestellt.
Die
[ Einweihung des Gedenksteines ]
erfolgte am 4. September 2004 unter großartiger Teilnahme der einheimischen Bevölkerung und mit vielen auswertigen Gästen.
Weitere Informationen über die Heide- und Moorkolonisation finden Sie in einem
[ Artikel von Dr. Peter Stamp. ]